Das Panorama hinter den Wolken
- Johanna
- 3. Mai 2023
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 3. Mai 2023
Panoramaweg Isar-Inn
Als Johannas Bruder Andreas uns von dem Radweg, der von München bis nach Wasserburg am Inn führt, erzählte, waren wir sofort Feuer und Flamme und haben spontan unsere Route Richtung Österreich umgeplant. Doch leider machte uns das Regenwetter einen Strich durch die Rechnung. Statt Alpenpanorama bekamen wir leider nur eine Wolkensuppe zu sehen. Dennoch machte es Freude über die sanften Hügel der Endmoräne zu radeln, vorbei an zahlreichen alten und neu hergerichteten Bauernhäusern. Wäre das Wetter in Wasserburg, ein wirklich malerisches Städtchen an einer Inn Schleife, besser gewesen, hätte man bei dem italienischen Flair auf jeden Fall Lust auf ein Eis bekommen. Nur leider sind uns dermaßen die Hände in den nassen Handschuhen eingefroren, dass wir uns bei einem Bäcker aufgewärmt haben. Die Verkäuferin hat mit Blick auf unsere triefende Regenkluft nur ungläubig gefragt, "Wer radelt denn bei so einem Sauwetter?" Als wir ihr erzählt haben, woher wir kommen und was wir vorhaben, hat sie ungläubig, kopfschüttelnd einen Stuhl genommen und sich kurz zu uns gesetzt, um mehr zu erfahren. Aufgewärmt und mit zwei vollen Flaschen mit heißem Wasser haben wir schließlich die weitere Fahrt durch den anhaltenden Regen angetreten.
Aus einem privaten Anlass haben wir bereits nach fünf Tagen unsere Reise kurz unterbrochen und nochmal ein Wochenende in der Heimat verbracht.
Als wir am neunten Tag nach unserem Start die Fahrt wieder aufnahmen, hat sich das Wetter nur kaum verbessert und auch das ersehnte Alpenpanorama ließ immer noch hinter dichten Wolkendecken aus sich warten. Doch nach unserem allerersten Grenzübergang vor Salzburg empfingen uns endlich ein paar erste Sonnenstrahlen. Ab der Mozartstadt folgten wir dem Lauf der Salzach, auf dem gut ausgebauten Radweg rollten die Räder fast von allein. :)
Bei Golling an der Salzach bogen wir ab. Eine Brücke über die Torrenerache (ent)führte uns in das wunderschöne Bluntautal. Wir fuhren durch dichten Wald mit moosbewachsenen Felsbrocken in aufragendem Nebeldunst und auf einmal standen wir an türkisblauen Bergseen umgeben von hohen Bergen. Einfach magisch!
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